Mit großer Hingabe und ausdrucksstarken Stimmen war am 15. und 16. März in den Kirchen des Eggenertals die Deutsche Messe von Franz Bühler zu hören. Diese war von Chorleiter Norbert Weisenseel umgeschrieben worden für den Männerchor, die Stimmen für Sopran und Bass sowie Orgel- und Klavierbegleitung fügte er harmonisch ein. Mit sicherer Hand dirigierte er den 38 Mann starken Chor auch durch schwierige Passagen, das Zusammenspiel mit Solisten und Instrumentalisten war perfekt. Die Eröffnung bildete ein Orgel-Präludium von F. Mendelsson-Bartholdy, meisterhaft gespielt von Oliver Weisenseel an der großen Orgel. Der erste Liedteil begann mit Jubilate Deo von Franz Bühler. Das erste Solo, Gloria von M.A. Charpentier wurde von Sabine Fräulin professionell vorgetragen. Mit der Ode an Gott von J.S. Bach und Te Deum von R. Führer endete der erste Teil. Der zweite Teil war ganz der Deutschen Messe gewidmet. Eingang, Gloria und Credo wurden vom Chor klar akzentuiert.Die Vortragsanweisungen Bühlers erklangen so, wie er es vorgesehen hatte. Der Wechsel vom druckvollen Majestoso ins zarte Piano gelang mühelos. Die wunderbare Akustik der Niedereggener Kirche wurde für knapp 2 Stunden zum Klangraum. Glanzvoller Höhepunkt war das Engelsterzett von F. Mendelssohn-Bartholdy, schön gesungen von Sabine Fräulin, Gerlinde Henke und Jasmin Weisenseel. Durch den kleineren Kirchenraum der Obereggener Kirche erhielt die Aufführung durch gekonnten Einsatz der Stimmen beinahe den heimeligen Charakter eines Kammerkonzerts. Im dritten Teil lösten heitere Gospels und neue geistliche Chöre die eher getragenen Stücke Bühlers ab, teils mit Begleitung durch Lothar Welsen am Piano. Besonders eindrucksvoll das Vater Unser, dessen letzter Takt lange nachhallte und den Besuchern klarmachte, daß dieses Konzert dem Herrn und Schöpfer gewidmet war. Sehr schön auch der im Wechsel mit den Solisten interpretierte Irische Segenswunsch und das „Nobody knows the trouble i´ve seen“, vielen bekannt durch die Interpretation von „Satchmo“ Louis Armstrong.
Im Anschluß an das Niedereggener Konzert lud der Chor die Gäste noch ins Weihergärtle zum gemütlichen Ausklang ein. Vereinsvorsitzender Edwin Jung würdigte in seiner Laudatio zu Recht das große Engagement Weisenseels, der durch kluge Auswahl von altem und neuem Liedgut ein schönes Gesamtwerk geschaffen hat. Zwei weitere Konzerttermine stehen bereits fest: Samstag 19. April im großen Gemeindesaal der Freien evangelischen Kirche Kandern und Sonntag 20. April in der kath. Kirche St. Leodegar in Bad Bellingen. Für die neue Singperiode können sich Interessierte gerne bei uns anschliessen. Die Vorbereitung auf ein neues Projekt ist immer wieder eine spannendes Erlebnis!
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